Reizhusten beim Hund kann beunruhigend wirken – besonders dann, wenn dein Vierbeiner plötzlich zu husten beginnt, als hätte er etwas im Hals stecken. Oft klingt es trocken, hart und wiederholt sich über Stunden oder sogar Tage hinweg. Doch was steckt eigentlich dahinter? Und wie kannst du deinem Hund dabei helfen, sich besser zu fühlen?
Was ist Reizhusten beim Hund?
Reizhusten beim Hund ist ein trockener, bellender Husten, der meist ohne Auswurf auftritt. Er klingt oft so, als wolle dein Hund etwas heraushusten, schafft es aber nicht. Der Husten beginnt häufig plötzlich und kann sowohl gelegentlich als auch dauerhaft vorkommen.
Typisch ist: Der Hund würgt nach dem Husten, manchmal scheint er kurz Atemprobleme zu haben.
So ein Husten wirkt belastend – sowohl für den Hund als auch für dich als Halter.
Mögliche Ursachen für Reizhusten beim Hund
Die Ursachen für Reizhusten beim Hund sind vielfältig. Deshalb hier eine Übersicht der häufigsten Auslöser:
1. Infektionen der Atemwege
Virale oder bakterielle Infekte führen oft zu Husten. Besonders Zwingerhusten ist bei Hunden weit verbreitet – ähnlich wie eine Erkältung beim Menschen. Er ist hochansteckend und tritt häufig in Hundeschulen oder Tierheimen auf.
2. Allergien
Pollen, Hausstaub oder Schimmelsporen reizen die Atemwege. Manche Hunde reagieren mit Niesen, andere entwickeln dagegen trockenen Husten.
3. Fremdkörper
Ein kleiner Grashalm oder ein Spielzeugteil kann sich in der Luftröhre oder im Rachen festsetzen. Der Hund hustet dann, um es loszuwerden, doch manchmal hilft das allein nicht.
4. Herzprobleme
Husten kann auch auf eine Herzerkrankung hindeuten – besonders bei älteren Hunden. In manchen Fällen drückt das Herz auf die Luftröhre, wodurch der Husten ausgelöst wird.
5. Reizung durch Zugluft oder Rauch
Kalte Luft, Zigarettenrauch oder starke Gerüche können bei empfindlichen Hunden den Hustenreiz deutlich verstärken und das Atmen erschweren.
Symptome: Woran du Reizhusten erkennst
Nicht jeder Huster ist gleich besorgniserregend. Achte auf diese begleitenden Anzeichen, die auf Reizhusten beim Hund hindeuten könnten:
- Trockener, bellender Husten – oft ohne Schleim.
- Husten besonders nachts oder nach Aufregung.
- Würgebewegungen, jedoch ohne Erbrechen.
- Erhöhte Atemfrequenz.
- Teilnahmslosigkeit und Appetitverlust (je nach Ursache).
Wenn dein Hund zusätzlich Fieber hat oder sich allgemein schlapp verhält, dann steckt möglicherweise mehr dahinter.
Mögliche Hustenarten und was sie bedeuten können
Hustenart | Merkmal | Hinweis auf |
---|---|---|
Trockener, bellender Husten | Klingt hart, kein Schleim | Reizung, Zwingerhusten, Allergie |
Husten mit Würgen | Hund wirkt, als wolle er etwas ausspucken | Fremdkörper, Halsreizung |
Husten bei Aufregung | Tritt in stressigen Momenten auf | Herzprobleme, Kollaps der Luftröhre |
Husten nur nachts | Besonders im Liegen oder Schlaf | Flüssigkeitsansammlung, Herzschwäche |
Husten bei Bewegung | Nach Spiel oder Spaziergang | Belastungsinduzierter Reizhusten, Herz |
Husten mit Atemnot | Begleitet von Hecheln oder Kurzatmigkeit | Ernsthafte Atemwegserkrankung, Asthma |
Wann sollte man zum Tierarzt?
Ein einmaliges Husten ist oft harmlos. Dauert der Husten aber länger als drei Tage an, solltest du zur Abklärung einen Tierarzt aufsuchen. Besonders dann, wenn du folgende Warnzeichen bemerkst:
- Atemnot
- Bläuliche Zunge oder Zahnfleisch
- Starkes Würgen ohne Besserung
- Husten nach körperlicher Belastung
Die genaue Ursache lässt sich nur durch eine gründliche Untersuchung klären – zum Beispiel mit Röntgen, Abhören der Lunge oder einem Herzultraschall.
Behandlung: Was hilft gegen Reizhusten beim Hund?

Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache. Reizhusten beim Hund lässt sich in vielen Fällen gut behandeln. Hier einige Möglichkeiten:
1. Schonung
Gönn deinem Hund Ruhe. Vermeide körperliche Belastung, denn Spaziergänge sollten kurz und ruhig sein.
2. Inhalation
Warmes, feuchtes Klima lindert den Hustenreiz. Du kannst mit deinem Hund gemeinsam im Badezimmer inhalieren – einfach heißes Wasser laufen lassen und ein paar Minuten bleiben.
3. Medikamente
Je nach Diagnose verschreibt der Tierarzt Antibiotika, Hustenstiller oder schleimlösende Mittel. Bei allergischem Husten helfen dagegen oft Antihistaminika.
4. Herzmedikamente
Wenn eine Herzerkrankung der Auslöser ist, braucht dein Hund eine gezielte Herztherapie. Regelmäßige Kontrollen sind dann ebenso wichtig.
Hausmittel: Was du ausprobieren kannst
Es gibt ein paar Dinge, die du zuhause tun kannst, um den Husten zu lindern:
- Luftbefeuchter aufstellen – trockene Heizungsluft verschlimmert den Husten.
- Honig (1 TL) – kann beruhigend auf den Hals wirken. (Nicht für Welpen geeignet!)
- Thymian-Tee – wirkt schleimlösend. Gib davon aber nur kleine Mengen.
Wichtig: Hausmittel können zwar helfen, ersetzen aber keinen Tierarztbesuch, wenn der Husten länger anhält oder schlimmer wird.
Wie kannst du Reizhusten beim Hund vorbeugen?
Nicht jeder Husten lässt sich verhindern. Trotzdem gibt es ein paar Tipps, mit denen du das Risiko deutlich senken kannst:
- Impfschutz prüfen: Lass deinen Hund gegen Zwingerhusten impfen, wenn er viel Kontakt zu anderen Hunden hat.
- Zugluft vermeiden: Besonders nach dem Toben oder nach dem Baden.
- Reizstoffe meiden: Kein Zigarettenrauch, keine stark duftenden Putzmittel in der Nähe des Hundes.
- Gesunde Ernährung: Stärkt das Immunsystem und schützt vor Infekten.
Fazit: Reizhusten beim Hund erkennen und richtig reagieren
Reizhusten beim Hund ist meist gut behandelbar – vor allem dann, wenn du frühzeitig reagierst. Beobachte deinen Hund genau, achte auf Begleitsymptome und lass im Zweifel den Tierarzt draufschauen.
Ein ruhiger Umgang, etwas Geduld sowie passende Maßnahmen helfen deinem Vierbeiner schnell wieder auf die Beine.